Kleinkinder von 1 bis 3 Jahren

Störungen der Grammatik, Kleinkinder 1 - 3 Jahre

Im Laufe der Sprachentwicklung lernen Kinder nicht nur die Wörter ihrer Muttersprache, sondern auch deren Anwendung in vollständigen Sätzen. Zunächst beginnen die Kinder mit ca. 1,5 Jahren die Wörter zu kombinieren, d.h. es kommt nicht mehr nur zu Einwortäußerungen, sondern auch zu Mehrwortäußerungen. Neben der zunehmenden Länge der Äußerungen werden nun auch die Wörter verändert (die Morphologie) und die Stellung der Wörter im Satz wird zunehmend beachtet (die Syntax). Somit tauchen bei Kindern in einem Alter zwischen 1,5 und 2 Jahren bereits erste Wortendungen auf, wie zum Beispiel ‚mama lesen’ oder ‚papa lauft’. Zwischen 2,0 und 2,5 Jahren werden schon einige Stellungsregeln von Wörtern beachtet. So kann das Verb nun häufiger an zweiter Stelle und nicht mehr nur an letzter Stelle der Äußerung stehen, zum Beispiel ‚mama lesen buch’ anstatt ‚mama buch lesen’. Gleichzeitig erwirbt es die Fähigkeit, Artikel richtig einzusetzen.

Wann sollten Sie Ihr Kind unbedingt in einer logopädischen Praxis vorstellen?
  • Wenn Ihr Kind mit zwei Jahren noch nicht zwei und mehr Wörter zu Äußerungen verbindet!
  • Wenn das Kind mit drei Jahren noch nicht sicher Verben an die zweite Stelle der Äußerung stellen kann (zum Beispiel: ‚Mama Auto fährt’ statt ‚Mama fährt Auto’)!
  • Wenn Ihr Kind noch keine Artikel verwendet
  • Wenn Ihr Kind mit drei Jahren für Fremde unverständlich spricht!
Natürlich sind die kindlichen Äußerungen in diesem Alter noch nicht immer korrekt, sodass man hier auch noch von ‚Übergangsgrammatiken’ spricht. Sollte Ihnen aber einer der genannten Punkte bei Ihrem Kind auffallen, können dies Hinweise auf eine Sprachentwicklungsstörung sein. Eine logopädische Abklärung ist also schon in diesem Alter sehr wichtig.
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