Schulkinder und Jugendliche

Auditive Verarbeitungsstörungen (Hörverarbeitung), Schulkinder und Jugendliche

Unter dem Begriff auditive Verarbeitung versteht man die Verarbeitung auditiver (also hörbarer) Reize. Dieses können Geräusche (Umgebungsgeräusche, Telefonklingeln, Straßenlärm) sein oder sprachlich relevante Reize (Sätze; Wörter; Silben; Laute).

Eine auditive Verarbeitungsstörung kann sich dahingehend auswirken, dass ein Mensch Geräusche nicht örtlich zuordnen kann (Entfernung und Richtung).
Die Speicherung von sprachlichen Reizen (Wörter in einer Reihenfolge, also bspw. ein Satz) kann ebenfalls gestört sein, wodurch die Analyse von sprachlichen Regeln (Grammatik) erschwert wird. Dies kann sich aber auch in Schwierigkeiten beim Auswendiglernen von Texten äußern.
Menschen mit auditiven Verarbeitungsstörungen haben häufig Schwierigkeiten sich auf Gehörtes zu konzentrieren, bzw. diese Aufmerksamkeit für einen längeren Zeitraum aufrecht zu erhalten.
Auch die Differenzierung von ähnlich klingenden Reizen (z.B. ähnliche Laute wie „t“ vs. „k“) ist häufig beeinträchtigt.
Die selektive auditive Wahrnehmung, also das gezielte Hinhören trotz Nebengeräuschen (z.B. Geräusche im Klassenraum) spielt im Alltag eine wichtige Rolle und ist für Betroffene anstrengend und führt zu Müdigkeit.

Die auditive Verarbeitung ist also eine der Grundvoraussetzungen für das regelrechte Erlernen von Sprache.
Eine Störung dieser Kompetenz wird als eine der Ursachen für viele sprachliche Entwicklungsschwierigkeiten angesehen und kann mit verschiedenen Störungen vergesellschaftet sein.
(siehe auch > Poltern, Störung des Schriftspracherwerbs, Phonologische Störungen, etc.)
   
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